Tarifrunde Pilkington-Gruppe

Arbeitgeber blockieren Tarifeinigung: Tarifkommission erklärt das Scheitern der Verhandlungen

Am 15.01.2019 konnte leider auch in der dritten Verhandlungsrunde keine Einigung mit der Arbeitgeberseite erzielt werden, weil die Arbeitgeberseite nicht bereit war ihr Angebot zu verbessern.

IG BCE

Tarifverhandlungen Pilkington-Gruppe

Im Oktober 2018 stellte die IG BCE-Tarifkommission einstimmig folgende Forderung auf:

  • 5,9 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung
  • Laufzeit 12 Monate
  • Anspruch auf Zuschläge für Mehrarbeit
  • Volles Weihnachtsgeld

Nachdem die Arbeitgeberseite ihr estes "Angebot" im Dezember vorgestellt hat und damit auf völliges Missverständnis bei der kompletten IG BCE-Tarifkommission traf, stellte der Arbeitgeber in der 2. Tarifrunde folgendes Angebot vor:

  • ab 01.01.2019 bis 31.03.2019 Nichts
  • ab 01.04.2019 bis 30.06.2020 2,8 %
  • ab 01.07.2020 bis 28.02.2021 1,8 %
  • ab 2019 jährlich 220,00 € zweckgebunden für die betriebliche Altersvorsorge
  • ab 2020 5 % mehr Weihnachtsgeld auf dann 65 %
  • Gesamtlaufzeit 26 Monate

In der dritten Verhandlungsrunde konnte keine Einigung erzielt werden. Das letztendliche Angebot des Arbeitgebers sah wie folgt aus:

  • ab dem 01.01.2019 220,00€ in die betriebliche Altersvorsorge
  • ab 01.04.2019 bis 30.06.2020 3 %
  • ab 01.07.2020 bis 28.02.2021 2,2 %
  • Laufzeit 26 Monate

Auf die Forderung nach der Weihnachtsgelderhöhung wurde arbeitgeberseitig kein Angebot gemacht. Des Weiteren sind die Arbeitgeber überzeugt, dass den Mitarbeitern die Zuschläge für Überstunden/Mehrarbeit nicht wichtig sind und bieten deshalb keine Vergütung dafür an.

Die Tarifkommission erklärte das Scheitern der Verhandlungen. Nun geht es in die erste Schlichtungsrunde.

Wenn wir erfolgreich in der Schlichtung sein wollen, müssen alle Beschäftigten sich für die Durchsetzung der Forderung engagieren!

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