Bezirk Dortmund-Hagen

Neujahrsempfang 2019 - Wir machen Deutschland gut

Am 02. Februar hat der traditionelle Neujahrsempfang des Bezirks Dortmund-Hagen stattgefunden. Rund 400 Gäste folgten der Einladung von Bezirksleiterin Birgit Biermann in das Hattinger Industriemuseum.

IG BCE

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Zu den geladenen Gästen gehörten neben Betriebsräten, Vertrauensleuten und Ortsgruppenvorstandsmitgliedern auch Sozialpartner aus den Unternehmen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Dirk Glaser, Oberbürgermeister der Stadt Hattingen, wurde kurzfristig durch die 1. stellvertretende Bürgermeisterin, Magret Melsa, ersetzt. Für den Landesbezirk Westfalen nahmen der Landesbezirksleiter, Harald Sikorski, und seine Stellvertreterin, Heike Arndt, teil. Nach dem musikalischen Empfang der Band Walking Hats begrüßte Bezirksleiterin Birgit Biermann die anwesenden Gäste herzlich.

 

Während ihrer Begrüßungsrede blickte Birgit Biermann immer wieder auf das vergangene Jahr zurück und zeigte den Fahrplan für das noch junge 2019 auf. In Bezug auf das ehrenamtliche Engagement der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bedankte sich die Bezirksleiterin für die Unterstützung. „Operativ gehen die Zahlen unserer Mitgliederentwicklung in die richtige Richtung. Unsere Neuanfängerüberzeugung lag 2018 bei 65 Prozent. Das ist für unseren Bezirk ein gutes Ergebnis. Dafür will ich mich ganz ausdrücklich bei jedem bedanken, der diese Zahlen im letzten Jahr möglich gemacht hat und uns unterstützt hat.“

 

Den Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ bezeichnete Birgit Biermann als fairen Kompromiss für unsere betroffenen Kolleginnen und Kollegen aus der Energiewirtschaft, weil er ein Auffangnetz für den so wichtigen sozialen Bereich bereitstelle. In Erinnerung an das Ende des deutschen Steinkohlebergbaus im letzten Jahr sagte sie darüber hinaus „Die Werte, die der Bergbau geprägt hat, nämlich Solidarität, Zusammenhalt und bedingungsloses füreinander einstehen, gelten eben nicht nur für den Bergbau. Diese Werte stehen für die gesamte Region und die gilt es jetzt zu bewahren.“

 

Das Thema Industrie 4.0 bringe Chancen, aber auch Risiken mit sich, sagte die Bezirksleiterin. Das größte Risiko sei aber, dass die Beschäftigten in den Betrieben bei diesem Thema in Vergessenheit geraten und der Entwicklungsgeschwindigkeit nicht standhalten können.

 

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Hattingen, Margret Melsa drückte ihre Freude darüber aus, dass der Bezirk nun schon zum zehnten Mal ihre Stadt als Tagungsort ausgewählt habe und erinnerte auch an die regionale Bergbaukultur. Den gewerkschaftlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit bezeichnete Melsa als „Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält und dadurch einen Beitrag zum sozialen Frieden leistet.“

Die Festansprache hielt Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE.

 

 

Francesco Grioli sprach in seiner Ansprache über die Themen Europa, Digitalisierung und Energiewende. Drei der großen Themenfelder, die das Jahr 2019 für die IG BCE prägen werden. In Bezug auf die anstehenden Europawahlen im Mai stellte Grioli die Frage, was aus der Europäischen Union werde, wenn bei den Europawahlen im Mai die rechtspopulistischen EU-Gegner an Einfluss gewinnen sollten. „Für uns gilt nach wie vor, dass wir uns mit allen Mitteln gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Intoleranz stellen.“ Hetze und Diffamierung sorge nicht für Verbesserungen der Beschäftigten, sondern spalte sie vielmehr. „Die rechten Populisten in Europa und in Deutschland versuchen durch ihre Sprache Grenzen zu verschieben, denen sie Taten folgen lassen wollen. Das ist mit uns nicht zu machen", sagte Francesco Grioli und ergänzte „Brauner Mist stinkt nicht weniger, wenn man ihn blau anstreicht.“

 

Es sei ja mittlerweile so, dass die IG BCE von vielen in Wirtschaft und Politik als Exoten wahrgenommen werde, sagte Grioli zur Außenwahrnehmung der Gewerkschaft. „Ganz einfach, weil bei uns die gewerkschaftliche Welt noch in Ordnung ist. Und das ist tatsächlich anders als in einem Großteil der Wirtschaft. Unser Organisationsgrad in den Betrieben ist mit 36 Prozent quasi doppelt so hoch wie im Bundesschnitt, der bei 18,5 Prozent liegt. Darüber hinaus stellt niemand so viele Betriebsräte und Betriebsratsvorsitzende. Und doch wollen wir keine Exoten sein, sondern vielmehr eher als Referenz dienen.“

 

Auch mit den Betriebsratswahlen und der Entwicklung der Mitgliederzahlen im letzten Jahr war Francesco Grioli zufrieden. „Wir konnten unser Ergebnis bei den Betriebsräten mit 76 Prozent stabil halten und 2018 insgesamt mehr als 30.000 neue Mitglieder in der IG BCE begrüßen.10 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Der Kabarettist Till Reiners rundete das Programm ab, bevor die Knappen (mit Ehefrauen) aus dem Knappenverein Linden-Dahlhausen mit den geladenen Gästen das Steigerlied sangen.

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