Kurt Hay, Landesbezirksleiter Westfalen

Zwischenruf

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein ereignisreiches Jahr 2017 liegt hinter uns. Ein Jahr, in dem wir mit unseren Delegiertenkonferenzen in unseren Bezirken wie auch im Landesbezirk inhaltlich die Weichen für 2018 und darüber hinaus gestellt haben. In den Jahren der Wahlen fällt mir eine unserer Stärken immer wieder besonders auf. Der Zusammenhalt in unserer Organisation. Denn unsere Stärke beruht auf ehrenamtlichen Engagement und den vielen Frauen und Männern, die sich im Betrieb und in den Ortsgruppen für die gewerkschaftliche Sache einsetzen.

LBZ Westfalen

Kurt Hay
02.01.2018
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Auf unserem Gewerkschaftskongress im Oktober haben wir unsere regionalen Themen auf Bundesebene bestätigt. So manch einem klingt der Refrain des "Demokratie- Songs" noch in den Ohren nach. Ein Lied, das eigens für den Kongress komponiert wurde und es in seinem Refrain auf dem Punkt trifft: "Die Gemeinschaft sind wir alle...". Denn in leider immer noch politisch unsicheren Zeiten ist es wichtiger denn je gemeinschaftlich zu handeln. Das tun wir in unserer Organisation vorbildlich.

Im Frühjahr führen wir in allen Betrieben unseres Organisationsbereiches die Betriebsratswahlen durch. Wir wollen wieder klar die Nummer Eins in unseren Betrieben sein. Denn das ist unser Fundament für Gestaltungkraft und Handlungsfähigkeit. Also lasst euch als Kandidaten aufstellen, geht voran, zeigt Flagge und setzt euch für eure Kolleginnen und Kollegen ein. 

Wir sind die Nummer Eins, wenn es darum geht, Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit eng mit einander zu verbinden. Das haben wir gerade im deutschen Steinkohlenbergbau immer beherzig und wurde dort geprägt. Nach dem politischen Beschluss des Ausstiegs, haben Unternehmen, Mitbestimmung und Gewerkschaft alles dafür getan, damit am Ende keine Kollegin, kein Kollege ins bergfreie fällt. Mit vielen Kraftanstrengungen haben wir den beschlossenen Personalabbau sozialverträglich gestaltet. Nichtsdestotrotz fühlt es sich der Beschluss falsch an.

Im Dezember 2018 fahren wir die letzte Schicht auf Prosper Haniel. Ich ziehe meinen Hut vor den Bergleuten, die bis zur letzten Schicht ihrer Verpflichtung der Steinkohleförderung nachkommen – und dass trotz dieser Perspektive. Die enge Verzahnung und das partnerschaftliche Arbeiten auf Augenhöhe in der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit ist das Erbe des deutschen Steinkohlenbergbaus. Dieses Erbe werden wir pflegen und vor allem im Landesbezirk Westfalen auf ewig hochhalten.

Aber auch in den anderen Branchen, in denen wir eng mit der Mitbestimmung zusammenarbeiten, gab Herausforderungen zu meistern, die sich im neuen Jahr fortsetzen. Auch das gelingt uns nur mit engagierten Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben. Für die gute Zusammenarbeit und euren unermüdlichen Einsatz möchte ich mich persönlich bei Euch allen herzlich bedanken. Ich wünsche Euch und Euren Familien ein gesundes und glückliches Jahr 2018.

Mit herzlichem Glückauf
Kurt Hay

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