Fakten und Stimmen zur Energiewende II

Die Energiewirtschaft hat keine Bringschuld

Die Zahlen für die Treibhausgas-Reduktion in Deutschland sind eindrucksvoll: Zwischen 1990 und 2020 werden laut Klimaschutzbericht der Bundesregierung hierzulande 446 Millionen Tonnen CO² eingespart. Den größten Anteil leistet die Energiewirtschaft mit 180 Millionen Tonnen. Es folgen die Industrie und mit einigem Abstand die anderen Sektoren.

IG BCE/Markus Köpp

17.09.2018
  • Von: Alexander Reupke

Besonders in Ostdeutschland hat der Zusammenbruch der energieintensiven Industrie tiefe Spuren hinterlassen. Waren 1989 in der DDR noch 110.000 Menschen in der Energiewirtschaft beschäftigt, sank die Beschäftigtenzahl bis heute auf rund 11.000.

Die von der Bundesregierung ins Leben gerufene Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, soll sich mit der Zukunft der Energieversorgung in Deutschland beschäftigen. Und sie soll auch einen Plan zur „schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung einschließlich eines Abschlussdatums“ entwickeln. Dabei sind Investitionen in die vom Strukturwandel betroffenen Regionen und Branchen vorgesehen.

Uwe Teubner, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der LEAG, weist auf die Angst der Menschen in der Lausitz vor weiteren Strukturbrüchen hin: "Wir wehren uns nicht gegen Strukturwandel, aber gegen politisch erzwungene Strukturbrüche."

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